Tipps für Trailrunning-Einsteiger

Man bewegt sich in der Natur und diese sollte man auch wahrnehmen. Der Genuss, die Emotionen – in dieser Umgebung sind alle Sinne geschärft und durch dieses Empfinden gewinnt der Körper Energie.

 

Der Spaß und die Leidenschaft am Laufen in der Natur sollte hier im Vordergrund stehen und nicht das Jagen nach Bestzeiten.

 

Sofern es die Bestimmungen gemäß Covid-19 zulassen sollten auch Alternativ Gruppenläufe bzw Läufe mit Partner wahrgenommen werden. Steigert die Motivation und bereitet Freude.

 

1. STARTE LANGSAM, DAS TEMPO KOMMT VON ALLEINE

Nicht die Strecke sondern das Tempo bringt dich an deine Grenzen. Beginne langsam! Im Gegensatz zum Straßenlauf, jagen wir im Gelände keiner Zielzeit pro Kilometer hinterher. Dein Blick sollte nicht starr auf der Pulsuhr liegen, behalte stattdessen das Gelände im Auge.

 

2. ÜBERSCHÄTZE DICH NICHT SELBST

Trailrunning ist eine völlig neue Belastung für deinen Körper. Taste dich langsam an das Gelände heran, um deinen Körper auf die unebenen Gegebenheiten vorzubereiten.

 

3. ABWECHSLUNG MACHT DEN MEISTER

Variation ist wichtig beim Laufen! Ob Tempo, Topografie, Untergründe, Schuhwerk, Länge – man setzt dadurch immer wieder neue Reize. Im Trailrunning ist auch Gehen erlaubt, manchmal findet man sogar kleine Kletterpassagen vor.

 

4. INVESTIERE MAL WAS

Laufen ist eine "verhältnismäßig" günstige Sportart. Jeder Läufer sollte mindestens 2 - 3 Paar Laufschuhe besitzen. Dazu würde sich auch mind. ein Trailrunning spezifischer Schuh anbieten, der dir im Gelände mehr Spaß und Sicherheit bereitet.

Lass dich dazu am besten von einem Regionalen Fachhändler deines Vertrauens beraten um Fehlinvestitionen via Internet zu vermeiden. Es gibt tolle multifunktionale Kleidung sowie laufspezifische Rucksäcke. Diese haben kaum Gewicht und eignen sich hervorragend für das Mitführen von Ausrüstung. Zudem bieten sie gute Lösungen für Trinksysteme. Viele bevorzugen auch Stöcke, die dir in technisch anspruchsvollem Gelände Unterstützung geben. Dazu muss zum Einstieg ins Trailrunning nicht unbedingt die teuerste Variante die beste Lösung sein. 😉

 

5. RICHTIG BERGAUF LAUFEN

Bergauf Passagen immer akzeptieren und annehmen. Versuche, bei leichter Oberkörper Vorbeuge, auf dem Vorfuß aufzutreten und die Arme bewusst „mitzunehmen“. Gehen ist erlaubt, vor allem dann wenn das Gelände zu steil wird. Mit der richtigen Gehtechnik ist man oft sogar schneller und sie bietet eine tolle Methode, um Energie zu sparen. Dazu einfach die Hände knapp über dem Knie aufsetzen, nicht jedoch am Oberschenkel.

 

6. RICHTIG BERGAB LAUFEN

Ähnliches gilt beim Downhill. Lass es kontrolliert laufen, aber bremse nicht bewusst ab – dadurch sparst du Energie. Die Füße sollten am Trail ebenfalls am Vorfuß aufsetzen, dadurch ist dein Sprunggelenk vorgespannt und du rutschst auch nicht so leicht weg. Mit den Armen kannst du aktiv deinen Oberkörper ausbalancieren, beschleunigen und auch Tempo rausnehmen. Versuche die Bodenkontaktzeit kurz zu halten, so als ob du über glühende Kohlen laufen würdest. Die Schritte sind möglichst groß und dein Blick immer 3 - 4 Schritte voraus.

 

7. SICHERHEIT

Sicherheit geht immer vor! Du solltest immer GPS Uhr, Handy und zumindest eine Rettungsdecke mitführen. Wenn du mit Laufrucksack unterwegs bist, gerne auch mehr.

 

8. AUSRÜSTUNG

Im Sommer sollten immer Sonnencreme, Mütze und Sonnenbrille auf deiner Liste stehen, aber auch die leichte Regenjacke darf nicht fehlen.

Im Winter die Mütze, Handschuhe, Stirnlampe, Langarmshirt und Windstopper. Je nach Länge deiner Laufeinheit benötigst du zudem Getränke und Nahrungsmittel, um deinen Flüssigkeits- und Energiespeicher rechtzeitig auffüllen zu können.

 

9. ZWIEBELPRINZIP (Herbst/Winter)

Am besten ziehst du dich im 2-3 Lagensystem atmungsaktiv an, so dass die Feuchtigkeit sofort von deiner Haut weitertransportiert wird und du gegebenenfalls leicht eine Schicht aus- oder anziehen kannst. Je nach Wind, Regen und Temperaturen wählst du die äußerste Schicht. Merke: beim rausgehen sollte dir leicht kühl sein. Wenn dir beim Start wohlig warm ist, dann wird dir beim laufen zu warm.

 

10. WECHSELKLEIDUNG

Pack warme Wechselkleidung in den Kofferraum, falls du nicht von zu Hause aus startest. Laufen stärkt zwar bekanntlich das Immunsystem, dennoch solltest du nach deiner lustigen Trailrunde schnell die nassen Klamotten gegen warme trockene Kleidung wechseln, um dem Open-Window-Effekt entgegen zu wirken.

 

 

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